Würzburg, 08.03.2020, von S.Zimmer/BÖH

Fliegerbombe fordert Großaufgebot an Rettungskräften

Vollalarm für den Ortsverband Würzburg nach Kampfmittelfund am 06.03.2020 auf dem Gelände der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg im Stadtteil Zellerau.

Foto: S.Zimmer/THW WÜ

Bei Baumaßnahmen auf dem Gelände der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg wurde am Freitag, den 06.03.2020, eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Auf Grund dessen wurde der THW-Fachberater um 15:36 Uhr zum Fundort beordert. Im Anschluss an die Besprechung begab er sich zur Einsatzleitung, auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei, welche außerhalb des Evakuierungsradius lag, um seiner Beratertätigkeit nachzugehen.

Um 16:52 Uhr fand die Alarmierung für die Helfer des Ortsverband Würzburg statt. Nach dem Eintreffen der Helfer in der Unterkunft wurde die Mannschaft unterwiesen und zusätzliches Beleuchtungsmaterial verladen. 
Um 19:25 Uhr wurden die Einheiten des THW Würzburg auf den Parkplatz an der Talavera verlegt. 
Der Ortsbeauftragte des THW Würzburg begab sich währenddessen in den Führungsstab der Stadt Würzburg, um dort zu unterstützen.
Nach der Besprechung in der Einsatzleitung nahm der Zugtrupp seine Arbeit zur Errichtung des Bereitstellungsraum auf dem Parkplatz der Talavera auf. Unterstützung gab es von der Fachgruppe Infrastruktur und der Fachgruppe Notinstandsetzung und Notversorgung die den Platz ausleuchteten und die Lenkung des Verkehrs übernahmen.
Die Bergungsgruppe wurde direkt an den Fundort, in der Weißenburgstrasse auf dem Gelände der Feuerwehrschule, verlegt. Nachdem der Kampfmittelräumdienst den Fund begutachtete, wurde ein Wetterschutz aufgebaut und die Fundstelle ausgeleuchtet. Im Anschluss unterstützte die Bergungsgruppe den Kampfmittelräumdienst mit dem Gerätekraftwagen 1 (GKW 1).
Am Meldekopf im Bereitstellungsraum nahm man die Stärkemeldungen der ankommenden Einsatzkräfte auf und gab sie an die Einsatzleitung weiter. Des Weiteren standen im Bereitstellungsraum fünf Gelenkbusse der WVV für die Evakuierung bereit. 
Nachdem die Führungskräfte der Feuerwehr in der Einsatzleitung eingewiesen wurden und die Evakuierungszonen zugeteilt waren, begann um ca. 21:00 Uhr die Evakuierung der ca. 2000 Bewohner, aus den betroffenen Zonen.
Die Busse verließen den Bereitstellungsraum, um die zu evakuierenden Bewohner zu den Sammelstellen im Deutschhausgymnasium (Zellerau) und der Walterschule (Heidingsfeld) zu bringen. Zur Unterstützung der Anwohner, beim Ein- und Aussteigen, fuhren in den Bussen zusätzlich Kräfte von Feuerwehr und THW mit.
Als gegen 1:30 Uhr die Evakuierung soweit abgeschlossen war und sich die Einsatzkräfte sowie Busse wieder im Bereitstellungsraum befanden, konnte mit dem Entschärfen der Fliegerbombe begonnen werden. Zum Zeitpunkt der Entschärfung befand sich die THW Bergungsgruppe außerhalb der Evakuierungszone und wartete dort auf eine Meldung des zuständigen Sprengmeisters. 
Um 3:15 Uhr wurde die THW Bergungsgruppe vom Kampfmittelräumdienst an die Fundstelle gerufen, um zusammen mit der Baufirma den Sprengkörper zu verladen. Nach Beendigung der Arbeit um 3:45 Uhr galt das Relikt aus dem 2. Weltkrieg offiziell als entschärft. Somit konnte die THW Bergungsgruppe mit dem Rückbau beginnen und anschließend wieder in Richtung Unterkunft fahren.
Zeitgleich konnte die Feuerwehr mit der Rückführung der Anwohner beginnen. Als die letzte Einheit den Bereitstellungsraum verlassen hat, wurde dieser von den THW-Helfern aufgelöst und zurückgebaut.

Um 4:50 Uhr war der Einsatz für die 25 Helfer des Ortsverband Würzburgs beendet.

 

Großer Dank geht an die eingesetzten Einsatzorganisationen für gute Zusammenarbeit und den reibungslosen Ablauf.

Alarmierung: ILS

Mannschaftsstärke:
2 Fachberater
1/4/20/25

Fahrzeuge:
Heros Würzburg 86/21 
Heros Würzburg 21/10 
Heros Würzburg 22/51 
Heros Würzburg 24/54 
Heros Würzburg 34/34 
Anh. LiMa

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  • Foto: S.Zimmer/THW WÜ

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