Miesbach, 12.01.2019, von Thomas Dorsch

Unterfränkische THW-Einheiten auf Anfahrt in die Voralpen

Hilfe für die schneegeplagten Einwohner in den südbayrischen Landkreisen kommt massiv inzwischen auch aus Unterfranken. Neben ersten Vorab-Einheiten aus Schweinfurt und Haßfurt am Freitag, sind seit heute morgen Einheiten des Technischen Hilfswerkes (THW) aus weiteren Ortsverbänden auf dem Weg in die Alpenregion.

THW WÜ

Neben schwerem Räumgerät aus Würzburg werden vor allem Schneeschaufeln und Personal gebraucht, um die Einsatzkräfte vor Ort ablösen zu können. Dank der standardisierten Ausstattung des THW als Einheit des Bundes, kann so eine Ablösung sehr leicht ausgeführt werden.

Primäre Aufgabe vor Ort liegt im Räumen von Dächern von der Schneelast. Neben Schneeschaufeln haben die unterfränkischen Helferinnen und Helfer auch persönliche Absturzsicherungen an Bord. Die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) sichert den Helfer z.B. gegen Abstürze aus Höhe, dient auch dem schnellen Auffinden bei Verschüttung im Schnee. Sie besteht aus einem Auffanggurt, Falldämpfer, Seilkürzer und Sicherheitsseil.

Die im Einsatz befindlichen THW-Einheiten der Regionalstelle Karlstadt umfasst die Stadt- und Landkreise Aschaffenburg, Karlstadt, Kitzingen, Lohr, Ochsenfurt und Würzburg. Von jedem Ortsverband (OV) wurden eine komplette Bergungsgruppe mit Mannschaftstransportwagen MTW als Führungsfahrzeugund Geräterüstwagen (GKW 1) als Ausstattungstransport in Marsch gesetzt. Ergänzt sind einzelne Fahrzeuge mit Anhängern und einem Tieflader mit einem Bergeräumgerät aus dem OV Würzburg.

Erster Anlaufpunkt für die THW-Helfer wird der Ortsverband Miesbach sein. Von dort werden die jeweiligen Einsatzstellen koordiniert. Unterbracht sind die Helfer anschließend in Turnhallen und Schulen. Eine Rückreise ist im Laufe des Montags geplant. Die Versorgung seiner Einsatzkräfte kann das THW autark durch eigene Logistik-Einheiten bewerkstelligen. Ähnliches war erst im Sommer beim Moorbrand in Meppen mit einem Bereitstellungsraum für 1.500 Einsatzkräfte durchgeführt worden.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80 000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.


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